Anche a Salisburgo, nella seconda metà del XIX secolo, il turismo estivo iniziò a ricoprire un significativo ruolo economico. La scoperta della natura e del paesaggio alpino apparentemente ancora incontaminato attirava nel paese turisti stranieri durante la stagione estiva. Oltre alla villeggiatura estiva di ricchi borghesi e nobili, fu la venerazione per Mozart a dare un importante impulso al settore. A causa della mancanza di collegamenti di trasporto e delle condizioni tecniche, il turismo invernale non aveva ancora alcun ruolo.
Waren Landkarten bis dahin vornehmlich Hilfsmittel zur Orientierung im Dienst von Handel, Verwaltung und Militär, so änderte sich ihre Funktion mit dem Aufkommen des Tourismus. Die vorliegende Landkarte, ursprünglich wahrscheinlich aus dem Jahr 1855, erschien als Beilage eines Fremdenführers für die Stadt Salzburg und ihrer weiteren Umgebung. Die Tauerntäler und der Lungau fehlen. Im Osten geht der Kartenausschnitt bis weit nach Oberösterreich und umfasst das gesamte Salzkammergut – ebenfalls ein Zentrum der aufkommenden Sommerfrische. Auf ihre Rolle für die Touristen verweisen auch die beiden Panoramen von Mönchsberg und Gaisberg, beides beliebte Ausflugsziele. Die Höhenangabe der Berge und die Nennung von Orten im Sichtbereich sollten die Orientierung für den Ortsunkundigen erleichtern, haben aber für den einheimischen Betrachter wenig Nutzen. Die Karte enthält ganz in der Tradition vorhergehender Kartenwerke Informationen, die über die reine touristische Nutzung hinausgehen, wie die in Rot eingezeichneten Hauptpoststraßen oder die Postverbindungswege. Auch die Eisenbahn von Salzburg nach München ist eingezeichnet, die 1860 fertiggestellte Weiterführung nach Wien fehlt noch. Die Schraffierung erlaubt zudem eine dreidimensionale Geländevorstellung und ist auch kartographisch auf der Höhe der Zeit.
Oskar Dohle, Archivio di Stato di Salisburgo
Archivale: AT-SLA, Graphik XIV. 256.